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Personalisierung im Branchenvergleich und Zukunft im e-Commerce

13. Juli 2016

Janina Küpferle

Conversion Rate steigern

Personalisierung ist auch 2016 das Top-Thema im e-Commerce. Eine Studie von etracker untermauert diesen Trend, indem sie herausfanden, dass für 73% der befragten e-Marketer Personalisierung die Zukunft ist. Trotzdem ist dabei zu beachten, dass immer noch 41% der deutschen Online-Shoppper der Personalisierung kritisch gegenüber stehen.

Personalisierung im Branchenvergleich dargestellt auf einem Bildschirm eines Laptops, der links die Elektronikbranche und rechts die Modebranche abbildet.

Ist in deiner Branche das Thema Personalisierung noch nicht etabliert, musst du die Zweifler daher von individuellen Inhalten überzeugen. Das geht am besten mit guter Personalisierung, die den Kunden einen echten Mehrwert bietet.

Um dir einen ersten Überblick zu geben, wo Personalisierungsmaßnahmen bereits weit verbreitet sind und wo du mit individuellem Inhalt deiner Konkurrenz noch einen Schritt voraus bist, haben wir die Personalisierungsstruktur der von uns betreuten Shops der Branchen Mode, Elektronik und universellen Online-Shops genauer betrachtet und möchten dir die aussagekräftigsten Ergebnisse vorstellen.

 

Personalisierte Empfehlungen bei Mode Online-Shops vorne

Fast alle unserer Online-Shops im Modebereich setzen bereits Personalisierung in Form von Empfehlungen ein. Fast 50% sogar in E-Mails. Grund: Die Modebranche lebt stark von Inspiration und Spontaneinkäufen. Gute Personalisierung greift genau an diesen Punkten an, da dem Kunden Inspiration in Form von relevanten Produktempfehlungen und Outfitmöglichkeiten geliefert wird.

Außerdem kannst du als Shopbetreiber mit Hilfe von Personalisierung deine Retourenquote senken, indem Informationen aus den Retouren gezogen und diese in die Empfehlungsberechnung integriert werden können. So können stark retournierte Produkte nicht mehr als Empfehlungen angezeigt und Fehleinkäufe verhindert werden.

In der Fashionbranche ist Personalisierung daher schon fast ein Must-Have, um nicht hinter der Konkurrenz zurückzubleiben.

Auch bei Online-Shops für Hobbyartikel und Kosmetik wird bei unseren Kunden Personalisierung sehr häufig eingesetzt, da die Kunden in beiden Branchen ebenfalls emotional einkaufen und du so mit Inspiration in Form von individuellen Empfehlungen Zusatzverkäufe generieren kannst.

 

Elektronikbranche setzt auf Suche

Der Einsatz von Personalisierungsmaßnahmen liegt bei unseren Elektronikkunden unter dem Gesamtdurchschnitt. Grund hierfür ist wohl, dass in dieser Branche generell rationaler eingekauft wird. In Elektronikshops ist die Suchfunktion im Shop wichtiger, da die Kunden häufig Funktionen und Preise vergleichen und deswegen oft nur nach Artikelnummern oder kryptischen Artikelnamen suchen, um sich über ein ganz spezielles Produkt zu informieren.

Zudem sind viele Produkte größere Anschaffungen, die ein Kunde nicht mehrmals im Jahr macht. Wer sich einen neuen Laptop für 500€ bestellt, kauft normalerweise nicht noch eine Spiegelreflexkamera für 300€ dazu. Und schon gar nicht einen zweiten Laptop im gleichen Jahr.

Trotzdem können auch in Elektronik Online-Shops Zusatzverkäufe mit Hilfe von Empfehlungen generiert werden, z. B. durch das Anbieten von Zubehör und Mitnahmeartikeln. Auch erleichtern personalisierte Banner und Logos auf der Startseite die Navigation durch den Shop und bedeuten so einen Vorteil für den Kunden. Und warum nicht die Erkenntnisse aus der Suche als Grundlage für die Personalisierung nehmen? Wer nach einem Macbook gesucht hat, hat dadurch einen recht genauen Wunsch ausgesprochen und möchte später vielleicht zusätzlich andere Apple Produkte oder einen Laptop in einem ähnlichen Preisrahmen kaufen.

Gezielte, intelligente und sinnvoll eingesetzte Personalisierung kann dem Kunden also auch in Elektronikshops einen Mehrwert bieten und dich als Shopbetreiber einen Schritt vor deine Mitbewerber bringen.

 

Bei universellen Online-Shops ist Relevanz Pflicht

Universelle Online-Shops haben eine Vielzahl an unterschiedlichen Produkten im Sortiment. Das prominenteste Beispiel hierfür ist Amazon. Aber auch bei kleineren universellen e-Shops sehen die meisten Kunden – aufgrund der Unterschiedlichkeit der Produkte – nur einen Bruchteil des Sortiments. Wenn man bedenkt, dass einem Kunden nur etwa 5% der Produkte eines Shops angezeigt werden, ist es wichtig, dass diese relevant und nicht nur die aktuellen, meist nach oben gerankten Topseller sind.

Das gleiche gilt auch für Newsletter: Wenn ein Kunde eine E-Mail öffnet und nur Produkte sieht, die ihn nicht interessieren – was bei einem universellen Online-Shop schnell der Fall sein kann – wird der Newsletter oftmals abbestellt. Dies zeigt auch die Studie von Exact Target, die herausfanden, dass langweiliger Content für 49% der Befragten ein Grund zum Abmelden des Newsletters ist.

Daher sind sowohl personalisierte Empfehlungen und ein individuelles Ranking im Shop selbst als auch im Newsletter sehr wichtig, um den Kunden interessante, zu ihrem Geschmack passende Inhalte zu bieten.

Dies ist ein Grund, warum 60% unserer Kunden mit universellem Online-Shop unsere personalisierten E-Mail Empfehlungen nutzen und somit ihren Kunden genau die Produkte anzeigen, die sie auch interessieren.

 

Nicht zu vergessen: In Personalisierung steckt auch Individualität

Entscheidend für den Einsatz von Personalisierung sollte aber natürlich nicht nur deine Branche sein. Auch Aspekte wie Größe des Sortiments, Anzahl an Bestands- und Neukunden sowie IT-Struktur spielen bei der Entscheidung eine Rolle. Daher muss jeder Shop individuell betrachtet und auf seine Potentiale im Bereich Personalisierung analysiert werden.

Zudem ist zu bedenken, dass Personalisierung nur in bereits gut funktionierenden Online-Shops wirkt. Jede Personalisierung bringt nichts, wenn z. B. der Kunde im Checkout-Prozess hängen bleibt. Konzentriere dich daher vorab auf einen reibungsfreien Ablauf und optimiere anschließend den Shop mit personalisierten Inhalten.

 

Uns interessiert: In welcher Branche bewegt sich dein Unternehmen und inwieweit setzt du Personalisierung in deinem Online-Shop bereits um? Teile deine Erfahrungen mit uns!

 

Unser Fazit: Personalisierung ist die Zukunft

Der Grad der Personalisierung ist stark unterschiedlich in den untersuchten Branchen. In einigen ist sie bereits großflächig integriert und wird von den Kunden angenommen. In anderen sind andere Shopfunktionen noch wichtiger als die Personalisierung.

Vor allem im Modebereich besitzt Personalisierung aufgrund der emotionalen Verbindung zu den Produkten einen hohen Stellenwert. In der Elektronikbranche spielen dagegen rationalere Gründe eine größere Rolle beim Shoppen, weshalb die Onsite-Suche bisher noch vor der Personalisierung rangiert. Eine Verbindung beider Maßnahmen ist dabei die optimale Lösung. Bei universellen Online-Shops ist wiederum aus Gründen der Vielfältigkeit des Sortiments die Relevanz der angezeigten Produkte essentiell, weshalb personalisierte Inhalte unbedingt eingesetzt werden sollten, um Kunden im Shop zu halten.

Wir können daher die Erkenntnisse der etracker Studie, dass Personalisierung die Zukunft ist, nur bestätigen. Also warum machst du nicht einfach die Zukunft zur Gegenwart und personalisierst deinen Online-Shop? >> Jetzt starten

 

Quellen:

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Janina Küpferle

Janina bloggt mit Leidenschaft. Dies spiegelt sich auch in ihren Artikeln, rund um die Themen epoq und Online-Shop-Optimierung wieder. Ihre Erfahrungen dazu sammelte sie zuvor als Junior Consultant & Partner Manager bei uns.

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