3. Definiere Kriterien für die Ergebnisliste
Produkte, die sich bereits durch kleinere Features stark unterscheiden, sollten für den Shopkunden sofort ersichtlich sein. Dafür bietet ein Online-Produktberater eine Reasoning-Funktion an. Die Reasoning-Funktion unterstützt den Shopkunden dabei, auf Anhieb die zutreffenden Produktmerkmale von nicht zutreffenden zu unterscheiden. Hierbei werden in übersichtlicher Form, die passenden und nicht passenden Produktmerkmale visuell dargestellt. Der Shopbesucher erfährt schnell, welche Features bei welchem Produkt vorhanden sind und welche nicht.

Reasoning-Funktion des Gepäckberaters im Lufthansa WorldShop (Quelle: Screenshot von worldshop.eu) ¹
Diese Funktion ist wichtig, damit keine Null-Treffer-Seiten entstehen. Dadurch können auch Produkte angezeigt werden, die nicht 100% den Antworten entsprechen. Deshalb solltest du definieren, zu welchem Grad die Kriterien erfüllt sein sollten, um in der Ergebnisliste angezeigt zu werden. Denn es kann durchaus vorkommen, dass es in deinem Produktkatalog kein 100% passendes Produkt für den Bedarf deines Kunden gibt.
Du kannst die Bedarfsdeckung in der Ergebnisliste z. B. über Prozentangaben oder über die Auflistung beinhalteter und nicht beinhalteter Bestandteile darstellen. So sieht dein Kunde direkt, welche Kriterien die Produkte in der Ergebnisliste erfüllen und ist nach dem Kauf nicht negativ überrascht, falls ein Kriterium nicht erfüllt ist. Die Must-have- und Nice-to-have-Kriterien solltest du auch global für das Guided Selling bedenken. Denn es könnte sein, dass die Beantwortung einer Frage, die nächsten Fragen beeinflusst.
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Beispiel: Es soll der passende Neopren-Anzug über Guided Selling ermittelt werden. Wenn z. B. über die erste Frage das Geschlecht männlich ausgewählt wird, sollte im nachfolgenden Schritt, wenn es um die Form geht, ein Springsuite im Voraus ausgeschlossen werden, da dieser Typ nur für Frauen erhältlich ist.