Blog

Wertvolle Impulse für deinen Online Shop

Wie du die Produktdetailseite als Conversionhebel nutzen kannst

10. Januar 2018

Fanny Goldbach

Recommendation Engine

Die Produktdetailseite eines Online-Shops ist in den meisten Fällen der letzte Touchpoint vor dem Bestellprozess. Daher zählt: Den potentiellen Kunden vom Produkt und vom Online-Shop überzeugen. Um das zu erreichen, muss sie optimal gestaltet sein und dem Nutzer alle Infos bieten, die er für einen Kauf benötigt. Welche Aspekte dabei für einen Online-Shop unbedingt zu beachten sind, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Ein schwarzer Schuh steht auf einem Holzklotz. Er wird auf dem Bild so gut dargestellt wie ein Produkt auf einer Produktdetailseite.

Die Produktdetailseite in der Customer Journey

Um die Produktdetailseite als Conversionhebel nutzen zu können, führt kein Weg daran vorbei, sich zunächst Gedanken zum potentiellen Kunden und dessen Absichten zu machen. Wie kam er auf die Produktdetailseite? Welche Informationen hat er bereits über das Produkt erhalten und welche benötigt er noch, um den Kauf abzuschließen?

Das kann bspw. ein unentschlossener Kunde sein, der im Online-Shop herumstöbert. Dabei stößt er auf ein Produkt, das ihm auf den ersten Blick gefällt, sodass er nun weitere Informationen darüber erhalten möchte. Anderenfalls gibt es Kunden, die genau wissen, welches Produkt sie möchten und Online-Shops vergleichen, um zu entscheiden, bei wem sie bestellen.

Auf der Produktdetailseite ist der Nutzer nicht mehr weit vom Kaufabschluss entfernt. Die Absicht des Seitenbesuchs ist idealerweise immer der Kaufabschluss, der auf direktem Wege nur noch durch einen kurzen Bestellprozess erfolgt.

Daher ist es auf der Produktdetailseite wichtig, dem Nutzer alle relevanten Informationen zu liefern, die ihm vom Kauf des Produkts überzeugen. Das sind für den Unentschlossenen in erster Linie Argumente für das Produkt. Für den Experten sind es zudem wichtige Informationen und Vorteile zur Bestellung im spezifischen Online-Shop. Jetzt gilt es sicherzustellen, ausgewählte Informationen auf der Produktdetailseite an den richtigen Stellen zu platzieren.

 

Basics, die auf jeder guten Produktdetailseite erfüllt sind

Durch die große Anzahl an Online-Shops, hat sich ein grober Aufbau von Produktdetailseiten inzwischen bewährt, den die Nutzer auch gewohnt sind. Daher solltest du das Rad nicht neu erfinden, sondern die bewährten Methoden sinnvoll einsetzen. Die folgenden Punkte erklären dir, was Nutzer inzwischen erwarten:

Darstellung des Produkts

Der große Nachteil des Online-Shoppings im Vergleich zum stationären Shoppen ist die fehlende Haptik des Produkts. Daher ist eine Darstellung durch qualitativ hochwertige Produktfotos aus mehreren Perspektiven wichtig. Im Idealfall gibt es dazu noch ein Video, Zoomfunktionen oder eine 360°-Ansicht. Neben den Fotos solltest du auch alle wichtigen Informationen, wie das Material, den Preis und die Funktionen mit Bulletpoints zusammenfassen. Hier solltest du dich wieder in die Lage des Nutzers hineinversetzen: Welche Informationen und Argumente sind für den Nutzer wichtig, um mögliche Bedenken oder Zweifel am Produkt aus dem Weg zu räumen?

Call-To-Action Button

Der Button, der das Produkt in den Warenkorb legt, sollte das auch deutlich kommunizieren. Das heißt, dass er textlich ankündigt, was durch das Klicken des Buttons bewirkt wird. Zudem sollte er sich farblich von den anderen Buttons abheben. Tipp: Am besten eine Komplementärfarbe wählen.

Zahlungsmethoden

Um späteren Enttäuschungen beim Nutzer vorzubeugen, solltest du die möglichen Zahlungsmethoden anzeigen. Entweder kannst du sie auf der Produktdetailseite in der Nähe des Warenkorbbuttons platzieren oder schon von der Startseite an im Header oder Footer. So weiß der Kunde, ob seine bevorzugte Methode angeboten wird. Mit einer großen Auswahl an beliebten Zahlungsmethoden steigt natürlich auch die Möglichkeit, dass für jeden etwas dabei ist.

Trust Elemente

Dein Online-Shop muss dem Nutzer ein Gefühl der Sicherheit geben. Er möchte sich darauf verlassen können, dass seine gewünschte Ware einwandfrei bei ihm zu Hause ankommt, er sie für eine Retoure problemlos zurücksenden kann und bei möglichen Fragen oder Problemen im Bestellprozess immer einen Ansprechpartner zur Verfügung hat. Ein überzeugender Aspekt sind dabei Bewertungen durch andere Kunden. Diese können durch Kommentare und Bewertungssysteme auf der Produktdetailseite eingebaut werden. Trust Elemente sind mit bekannten Siegeln, Logos (z. B. von den jeweiligen Zahlungsmethoden) oder Sternen für die Bewertung, schnell für den Kunden ersichtlich.

Überzeugende Elemente

Überzeugende Elemente sind v. a. für die Besucher wichtig, die Vergleiche zu anderen Online-Shops ziehen. Dazu gehören Informationen zu den Versandkosten, einschließlich des Rückversands, der Versandzeit und der Warenverfügbarkeit.

Für die angesprochenen Elemente ist es vorteilhaft, diese oberhalb der Sichtlinie zu platzieren. Dabei darf v. a. die mobile Ansicht nicht vergessen werden, damit der Kunde alle wichtigen Informationen auch auf dem Smartphone auf einem Blick erhält.

Weitere Anreize durch eine Recommendation Engine schaffen

Möchte man sich von der Konkurrenz abheben, gibt es noch weitere Hebel, die man auf der Produktdetailseite ziehen kann.

Mit relevanten Empfehlungen auf der Produktdetailseite können dem Kunden verschiedene Alternativen oder Zusatzartikel angezeigt werden. Wie zu Beginn schon beschrieben, ist es das Ziel den Kunden auf der Produktdetailseite als nächstes zum Bestellprozess zu führen. Allerdings kann es auch der Fall sein, dass dem Kunden das dargestellte Produkt nicht gefällt. In diesem Fall kann man durch passende Alternativvorschläge den Kunden direkt zum nächsten Produkt weiterführen. Hier wird dem Kunden eine weitere Suche erspart und gleichzeitig verlässt er den Online-Shop nicht auf der Suche nach Alternativen.

Die Alternativen sollten dabei sinnvoll gewählt sein, sodass sie eine Verbesserung für den individuellen Nutzer darstellen. Dabei sollte man wieder aus der Sicht des Kunden agieren und die für ihn relevanten Produkte vorschlagen. So kann eine gute Recommendation Engine durch das bisherige Klick und –Kaufverhalten erkennen, welche Produktmerkmale vom Kunden bevorzugt werden und ihm darauf basierend relevante Empfehlungen ausspielen.

Neben Alternativvorschlägen können auch Zusatzartikel (Cross-Selling) angeboten werden, die zum ausgewählten Produkt passen und welche der Kunde evtl. selbst gar nicht im Produktsortiment entdeckt hätte. Das kann beispielsweise eine Kofferwaage beim Kauf eines Reisekoffers sein. Dem Kunden werden somit nützliche Zusatzprodukte empfohlen und für den Online-Shop Betreiber erhöht sich dadurch der Warenkorbwert.

Beispiel: Empfehlungen zu einem Snowboardhelm

Alternative Snowboardhelme & Snowboardbrillen als Zusatzartikel

 

Unser Fazit

Wenn du deine Produktdetailseite als Conversionhebel nutzen willst, gibt es viele Aspekte, die du beachten musst. Die meisten davon sind auch relativ einfach realisierbar. Hier gilt es: immer Up-to-Date bleiben und laufend den eigenen Online-Shop optimieren. Dafür solltest du deine Kunden und deren Bedürfnisse immer gut kennen, um daraufhin zu optimieren. Tritt der Fall auf, dass der Kunde nicht vom Produkt überzeugt ist, hast du die Möglichkeit, ihm mit relevanten Empfehlungen über eine Reco Engine passende Alternativen vorzuschlagen, sowie den Warenkorb mit nützlichen Zusatzartikeln zu füllen.

Jetzt wünschen wir dir viel Erfolg bei der Optimierung deiner Produktdetailseite! 🙂

 

Erfahre, wie campz.de seinen Umsatz durch Empfehlungen steigert:

Jetzt Case Study lesen!

 

Ein Mann mit roter Jacke und Rucksack steht auf einem Berg. Gute Outdoor Kleidung empfiehlt auch der Online Shop campz mit Verwendung einer E-Commerce Recommendation.
Case Study: Mehr Umsatz durch personalisierte E-Commerce-Recommendations

 

 

Mehr Infos zur Recommendation Engine >>

Hast du Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Verwende gerne die Kommentarfunktion!

War dieser Beitrag hilfreich?

2 von 2 fanden dies hilfreich

Fanny Goldbach

Junior Marketing Manager

Fanny ist als Junior Marketing Manager Teil vom epoq-Team. Sie erstellt Konzepte für Landingpages und Marketing-Kampagnen. Zusätzlich ist sie im Online Marketing im Bereich Website-Optimierung tätig.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Empfehlungsmanagement Teil 2: Individuelle Anpassungen

20. Dezember 2017

Empfehlungsmanagement Teil 1: Grundlagen

9. November 2017

Digitales Storytelling personalisieren: Emotional Commerce 2.0

4. Oktober 2017

Fehlertolerante Suche: Trotz falscher Eingabe zum Ergebnis Content Commerce: Mittels Content Online-Shoppingerlebnisse schaffen

Beginne zu tippen und drücke Enter zum suchen