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Local Storage vs. Cookies: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

  • 20. März 2023 veröffentlicht
  • Sarah Birk
  • Lesezeit: 8 Min.

Um den Nutzern eines Online Shops ein optimales Erlebnis zu bieten, ist es erforderlich, Nutzerdaten mittels Cookies zwischenzuspeichern. Doch spätestens seit die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) die Diskussion um die datenschutzkonforme Verwendung von Cookies ins Rollen gebracht hat, kommen immer häufiger Alternativen zum Einsatz. Dieser Beitrag beleuchtet die Unterschiede zwischen Cookies, Local Storage und Session Storage.

Eine Person sitzt an einem Schreibtisch, auf dem ein Laptop sowie eine Schüssel mit Cookies stehen.

Was sind Cookies?

Bei Cookies handelt es sich um kleine Datenpakete, die Computerprogramme untereinander austauschen. Dazu legt etwa ein besuchter Online Shop auf dem Rechner der Kunden eine Datei ab, in der für die Nutzung der Website benötigte Informationen gespeichert werden, beispielsweise Log-in-Daten oder die Artikel im Warenkorb. Bei jedem https-Request (z. B. Anfrage des Browsers an den Webserver) werden die Inhalte des Cookies an den Server übertragen.

Ein Cookie speichert verschiedene, unter anderem personenbezogene Daten, beispielsweise:

  • eine eindeutige Nummerierung des Cookies
  • individuelle Einstellungen (z. B. gewählte Sprache, Einstufung als B2B- oder B2C-Kunde)
  • Anzahl der Besuche der Website
  • eingegebene Daten (z. B. Name, E-Mail-Adresse)

Cookies helfen, den Aufenthalt im Online Shop angenehmer zu gestalten: So bleibt etwa der bereits angelegte Warenkorb erhalten, wenn die Kunden die Seite zwischendurch versehentlich schließen oder die Seite in einem zusätzlichen Browser-Tab ein zweites Mal laden. Cookies sind zudem die Basis für die Nutzung von Big Data im E-Commerce.

Hinweis: Bei epoq werden für die Personalisierung grundsätzlich immer pseudonymisierte Daten genutzt, um den Datenschutz hinsichtlich Cookies sicherzustellen. So werden bspw. Daten wie das Klick- und Kaufverhalten pseudonymisiert erfasst, sodass personenbezogene Daten nicht mehr einer spezifischen betroffenen Person zugeordnet werden können. Das heißt, die Daten, die einer Person zuordenbar sind, werden für die Personalisierung nicht genutzt.


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Die Vorteile von Cookies im Überblick:

  • je nach Browser und Version circa 150 bis 180 Cookies pro Domain speicherbar
  • automatischer Versand der Inhalte an den Server bei jedem https-Request
  • Auslagerung von Daten, die nicht unbedingt auf dem Server vorgehalten werden müssen

Alternative zu Cookies: Die Web Storage API

Die Web Storage API enthält Objekte, die die von einer Website benötigten Daten für die Optimierung des Nutzererlebnisses im Browser zwischenspeichern. So kann der Server direkt darauf zugreifen. In der Folge ist es nicht erforderlich, mit jedem https-Request die Daten zu übermitteln. Je nach Browser bietet die Web Storage API rund 5 bis 10 Megabyte Speicherkapazität.

Die Vorteile der Web Storage API im Überblick:

  • größere Speicherkapazität als Cookies
  • kein Ablaufdatum der Datenspeicherung (Löschung ist nicht einfach möglich)
  • optimal für schnelle Abfragen
  • besonders einfach zu implementieren
  • von allen gängigen Browsern unterstützt
  • Einsatz im Offline-Modus möglich

Die Web Storage API unterscheidet zwei Objekte: Session Storage und Local Storage, die vor allem im Hinblick auf ihre Gültigkeitsdauer variieren.

Local Storage: dauerhafte Speicherung von Daten

Im Local Storage des Browsers gespeicherte Daten besitzen grundsätzlich kein Ablaufdatum. Dies bedeutet: Schließen Kunden den geöffneten Tab ihres Browsers oder die gesamte Software, bleiben die Daten weiterhin erhalten. So „merkt“ sich eine Website beispielsweise dauerhaft, welche Spracheinstellung Besucher vorgenommen haben. Die Daten im Local Storage sind unabhängig vom aktuellen Browser-Tab verfügbar, also auch, wenn der Nutzer den Online Shop in mehreren Tabs öffnet.

Session Storage: sitzungsbezogene, temporäre Speicherung

Im Session Storage gespeicherte Daten stehen lediglich für die Dauer der aktuellen Sitzung zur Verfügung. Wird der Tab oder der Browser geschlossen, löscht sich der Speicher automatisch. Dies empfiehlt sich etwa für Log-in-Daten, die nicht dauerhaft gespeichert werden sollen.

Cookies vs. Session Storage vs. Local Storage: Das sind die Unterschiede

Der direkte Vergleich zwischen Cookies, Session Storage und Local Storage bringt einige Unterschiede hervor:

  • Dateigröße: Cookies können maximal 4.096 Bytes groß sein, während Local Storage und Session Storage jeweils rund 5 Megabyte, je nach Browser sogar 10 Megabyte aufnehmen können.
  • Performance: Grundsätzlich eignen sich Local und Session Storage für schnelle Abfragen besser als Cookies. Je mehr komplexe Daten der Speicher jedoch enthält, desto geringer ist die Performance bei Abfragen.
  • Aufwand: Der Aufwand für die Implementierung ist bei Local Storage und Session Storage deutlich geringer als bei Cookies. Dies hängt mit dem komplexen Aufbau von Cookies zusammen, die eine Art von Datenbank darstellen.
  • Übermittlung der Daten: Im Local und im Session Storage werden Daten im Browser gespeichert. Der Server greift direkt auf diese lokal gespeicherten Daten zu. Eine Übermittlung erfolgt nicht automatisch, sondern muss implementiert werden. Cookies liegen ebenfalls lokal auf dem Rechner des Website-Besuchers. Allerdings werden die Daten bei jedem Seitenaufruf neu an den Server gesendet.
  • Speicherdauer: Daten, die im Session Storage gespeichert werden, werden beim Schließen des Tabs/Browsers gelöscht. Cookies sind zwar mit einem Ablaufdatum versehen, eine dauerhafte Speicherung ist aber durch das Setzen eines entsprechend späten Termins möglich. Der Local Storage dagegen bleibt stets erhalten, bis er vom User gelöscht wird. Zudem gibt es Session Cookies, die wie der Session Storage automatisch nach Ende der Sitzung gelöscht werden.

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Local Storage vs. Cookies: Welche Variante eignet sich wann?

Ob du Session Storage, Local Storage oder Cookies für die Nutzung deiner E-Commerce-Technologien den Vorrang gibst, hängt davon ab, was du wie speichern möchtest. Die folgenden Best Practices zeigen den jeweils passenden Einsatz:

  • Benötigst du einen größeren Speicherplatz, nutzt du am besten Local Storage. Bei geringeren Datenmengen eignen sich beide Varianten.
  • Sollen die gespeicherten Daten nicht ablaufen, ist ebenfalls der Local Storage die erste Wahl. Für eine sitzungsbezogene Ablauffrist bieten sich Session Cookies ebenso wie der Session Storage an.

Local Storage vs. Cookies: Was DSGVO & TTDSG dazu sagen

Im Hinblick auf die DSGVO ist der Local Storage den Cookies vorzuziehen. Der Grund dafür ist einfach: Die in Cookies gespeicherten Daten werden bei jedem Request an den Server gesendet. Somit verlassen personenbezogene Informationen den Rechner der Kunden. Bei Local und Session Storage bleiben die Informationen lokal auf dem Rechner gespeichert. Es werden keine personenbezogenen Daten übermittelt, sondern diese direkt im Browser verarbeitet.

Wer sich mit KI und Datenschutz beschäftigt, weiß, dass die Besucher eines Online Shops aktiv in die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten einwilligen müssen. Das regelt die DSGVO in Verbindung mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 1. Oktober 2019.¹ Infolgedessen musst du ein Cookie-Banner setzen und die Erlaubnis deiner Kunden einholen, ehe du Cookies setzt.

Neben der DSGVO mischt aber inzwischen auch das im Dezember 2021 in Kraft getretene „Gesetz über den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre in der Telekommunikation und bei Telemedien“ (TTDSG) mit. § 25 Abs. 1 TTDSG konkretisiert, dass die Pflicht zur Einholung der Erlaubnis nicht nur Cookies betrifft. Vielen Betreibern ist noch nicht klar, dass sie auch für die Nutzung des Local und Session Storage das Einverständnis der Besucher benötigen

Fazit: Local Storage vs. Cookies – nutze ihr Potenzial voll aus

Der Vergleich zwischen Local Storage und Cookies zeigt, dass beide Varianten ihre Stärken und Schwächen haben. Entscheide dich deshalb bewusst je nach Einsatzzweck und nutze ihre Vorteile voll aus. Das eine muss das andere übrigens nicht ausschließen: Je nach Bedarf kannst du problemlos beide Möglichkeiten miteinander kombinieren.

Quellen: ¹ WBS Law, ² Cortina Consult

Häufige Fragen zu Local Storage vs. Cookies

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Sarah, Junior Content Marketing Manager bei epoq
Sarah Birk
Online Marketing Manager - Content & SEO
Sarah ist als Online Marketing Manager – Content & SEO bei Epoq tätig und damit für den Content-Bereich zuständig. Ihr Tätigkeitsgebiet erstreckt sich von der Content-Planung über die -Konzeption bis hin zur -Analyse und -Optimierung der verschiedenen Content-Formate unter Berücksichtigung wichtiger SEO-Aspekte.